Neue Radkoordinierung Kreis Steinburg: Orientierung per Wegweisung und Webseite

Der Kreis Steinburg möchte das Radfahren attraktiver machen und so den Anteil des Radverkehrs erhöhen. Diesem Ziel dient die neue Radkoordinierungsstelle. Sie will wichtige Akteure zusammenbringen, zur Verbesserung des Angebots beitragen und für das Radfahren werben. Nachdem die Freizeitradwegebeschilderung fertiggestellt ist folgt nun ein Online-Angebot.

Das Freizeitradwegenetz wurde Anfang der 2000er Jahre in den Ämtern entwickelt und beschildert. Nach so langer Zeit waren eine gründliche Inventur und Überarbeitung nötig, die vom Kreis koordiniert und mit der Optimierung der Beschilderung nun abgeschlossen wurden: Etwa 600 neue Schilder und gut 70 neu gesetzte Schilderpfosten komplettieren die Wegweisung mit insgesamt 840 Standorten. 800 Kilometer Freizeitradwege laden wieder zum Radfahren über die schönsten Wege im Kreis Steinburg ein.

Die neue Radkoordinierungsstelle des Kreises Steinburg erweitert die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ämtern und amtsfreien Städten bei der Freizeitwegweisung auf die Förderung des Radfahrens im Alltag und auf weitere Akteure. Thomas Möller als Projektleiter der team red Deutschland GmbH sowie Olaf Prüß und Dirk Appel von RegionNord koordinieren als externe Radverkehrsbeauftragte in den nächsten Jahren die Förderung des Radfahrens im Kreis Steinburg. Sie wollen für das Radfahren im Kreis werben und dazu beitragen, dass sich die Verkehrssicherheit und die Rahmenbedingungen fürs Radfahren im Allgemeinen verbessern. Die Radkoordinierung wird bei der Optimierung des Radverkehrsnetzes besonders auf bessere Verbindungen über Gemeindegrenzen hinweg achten, um das Radfahren zwischen den Dörfern und Städten zu erleichtern.

Die Radkoordinierungsstelle hat sich als Schwerpunktthemen das Radfahren zur Schule, zur Arbeit, zur Bahn und in der Freizeit vorgenommen und baut dazu ein Beratungsangebot auf. Auf der neuen Website www.radfahren-steinburg.de gibt es passend zum Start des Deutschland-Tickets nun eine Darstellung der Fahrradabstellanlagen an den Bahnhaltepunkten im Kreis Steinburg. Auf der Internetpräsenz möchte Projektkoordinator Thomas Möller auch fahrradfreundliche Schulen, Arbeitgeber, Gastronomiebetriebe oder Freizeiteinrichtungen zeigen, die zum Beispiel geeignete Fahrrad-Abstellanlagen geschaffen haben. Hinweise nimmt er entgegen unter .

Sowohl die Erneuerung der Freizeitwegweisung als auch die Radkoordinierung werden von den AktivRegionen Steinburg und Holsteiner Auenland finanziell gefördert. Kreispräsident Peter Labendowicz freut sich darüber, dass das Radfahren im Kreis nun einen Schub bekommt. „Wer mit dem Rad auf Alltagswegen oder in der Freizeit unterwegs ist, tut etwas für die eigene Gesundheit und den Umwelt- und Klimaschutz“, betonte er. Seine Empfehlung: „Der Frühling und der Kreis laden zum Radfahren ein. Ab aufs Rad und die nähere Umgebung noch besser kennenlernen.“

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IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zur Mobilität:

„Die Möglichkeit, schnell mit dem Auto von einem Ort zum anderen zu kommen, erleichtert nicht nur den Alltag, sondern lässt uns auch gleichzeitig an noch mehr Aktivitäten teilnehmen. Außer Acht fällt hier das Erlebnis, einen Weg zu gehen: Kinder nehmen Wege, die sie selbst aktiv zurücklegen, intensiver wahr. Der Weg bietet ihnen Zeit und Raum für persönliche Erlebnisse. Die regelmäßige Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor und macht im wahrsten Sinne des Wortes „frisch und munter“. Im Klassenzimmer können sich die Kinder durch die vorherige Bewegung an der frischen Luft besser konzentrieren und sind ruhiger. Ebenso wird die Entwicklung der Motorik gefördert.


Kinder, die die Möglichkeit bekommen, Wege zunehmend selbst zu bewältigen, bewegen sich früher sicher im Straßenverkehr und gewinnen mehr Selbstvertrauen. Beschreiten Kinder gemeinsam ihren Schulweg, so können sie soziale Kontakte knüpfen und pflegen.
Der morgendliche Autokorso vor der Schule, geprägt von Zeitdruck und Hektik, stellt für die Kinder ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Immer wieder sind es Eltern, die mit ihrem Auto die Kinder vor der Schule in Gefahrensituationen bringen.“

Mit dem Rad sicher unterwegs

Fahren Sie bei Dunkelheit nur mit funktionierender Beleuchtung: Einem Frontscheinwerfer und einem Rücklicht. Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören außerdem Reflektoren vorne und hinten, in Speichen oder Reifen und an den Pedalen.

Helle Kleidung mit Reflektoren hilft zusätzlich und ist vor allem bei Regen zu empfehlen.

Am Straßenrand sind Sie für Autofahrende schlecht zu sehen vor einem unruhigen Hintergrund aus parkenden Autos, Straßenbäumen etc. Der Fahrbahnrand ist häufig uneben durch Schlaglöcher oder Kanaldeckel und eher schmutzig, nass und rutschig. Halten Sie deswegen ausreichend Abstand vom rechten Fahrbahnrand. Orientieren Sie sich an der rechten Spur von Pkws. Geben Sie nachfolgenden Kraftfahrzeugführer:innen nie das Gefühl, dass sie trotz Gegenverkehrs ungebremst auf der gleichen Spur überholen können. Kraftfahrzeuge müssen von Radfahrenden mindestens 1,5 m Abstand halten.

Von parkenden Fahrzeugen müssen Sie selbst mindestens 1 m Abstand halten. Geringere Abstände sind nur mit niedriger Geschwindigkeit und sehr großer Vorsicht möglich.

Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie besonders auf Fußgänger:innen. Nehmen Sie Blickkontakt mit anderen auf, um sicher zu gehen.

Auf Gehwegen dürfen Sie nur fahren, wenn Sie jünger als 10 Jahre sind oder es ausdrücklich durch ein Zusatzschild (Rad frei) in Ihrer Fahrtrichtung erlaubt ist. Dann müssen Sie trotzdem auf Fußgänger:innen Rücksicht nehmen und langsam fahren.

Beschilderte Radwege müssen laut Straßenverkehrsordnung von Radfahrenden benutzt werden. Fahren Sie auf separaten Radwegen besonders aufmerksam an Einmündungen. Sie bewegen sich außerhalb des unmittelbaren Sichtfelds von Autofahrenden und oft im toten Winkel von Lkws und Transportern. Innerorts sind Radfahrende auf der Fahrbahn oder Radfahrstreifen sicherer als sie sich fühlen, auf separaten Radwegen ist es umgekehrt.

Radwege dürfen nur in der beschilderten Fahrtrichtung – im Regelfall rechtsseitig – befahren werden. Als Geisterfahrer:in gefährden Sie sich und andere.

Rechnen Sie auf Radwegen mit allen unmöglichen Hindernissen: Parkende Autos, Poller, Drängelgitter, Bauzäune, Mülltonnen, Masten, Bordsteine, Schlaglöcher, Wildwuchs, Schnee und Eis. Helfen Sie bei der Beseitigung und melden Sie die Hindernisse den zuständigen Stellen.

Melden Sie einen Fahrradunfall der Polizei, auch nachträglich oder wenn es keine weiteren Beteiligten oder Zeugen gab. Nur so können Gefahrenstellen erkannt und beseitigt werden.

Keine Angst beim Radfahren! Halten Sie sich an die Regeln und Sie werden noch mehr Spaß beim Radfahren haben.

Melden Sie Mängel an Radverkehrsanlagen am besten schriftlich der Radkoordinierung für den Kreis.

Eine Broschüre des IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zur Mobilität beschreibt es sehr gut:

„Die Möglichkeit, schnell mit dem Auto von einem Ort zum anderen zu kommen, erleichtert nicht nur den Alltag, sondern lässt uns auch gleichzeitig an noch mehr Aktivitäten teilnehmen. Außer Acht fällt hier das Erlebnis, einen Weg zu gehen: Kinder nehmen Wege, die sie selbst aktiv zu-rücklegen, intensiver wahr. Der Weg bietet ihnen Zeit und Raum für persönliche Erlebnisse.

Die regelmäßige Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Über-gewicht vor und macht im wahrsten Sinne des Wortes „frisch und munter“. Im Klassenzimmer können sich die Kinder durch die vorherige Bewegung an der frischen Luft besser konzentrieren und sind ruhiger.

Ebenso wird die Entwicklung der Motorik gefördert.
Kinder, die die Möglichkeit bekommen, Wege zunehmend selbst zu bewältigen, bewegen sich früher sicher im Straßenverkehr und gewinnen mehr Selbstvertrauen. Beschreiten Kinder ge-meinsam ihren Schulweg, so können sie soziale Kontakte knüpfen und pflegen.
Der morgendliche Autokorso vor der Schule, geprägt von Zeitdruck und Hektik, stellt für die Kinder ein hohes Gefahrenpotenzial dar.

Immer wieder sind es Eltern, die mit ihrem Auto die Kinder vor der Schule in Gefahrensituationen bringen.“