Radverkehrskonzept Kreis Steinburg

Das Radverkehrskonzept für den Kreis Steinburg ist ein Gesamtkonzept zur Förderung des Radverkehrs im Kreis Steinburg. Zentrales Element ist ein kreisweites, baulastträgerübergreifendes Zielnetz, das alle Orte im Kreis berücksichtigt und die Anbindung an Nachbarkommunen ermöglicht. Bei der Entwicklung wurden das Landesweite Radverkehrsnetz Schleswig-Holstein (LRVN), bestehende kommunale Konzepte sowie das Freizeit- und Tourismusnetz integriert.

Das Konzept definiert konkrete Handlungsansätze für die sukzessive Ertüchtigung des Netzes. Ziel ist die Schaffung einer anforderungsgerechten Infrastruktur durch gezielten Um- und Ausbau. Über die reine Wegeinfrastruktur hinaus umfasst der Plan auch Aspekte wie Fahrradparken und Serviceangebote.

Für Politik und Verwaltung soll das Konzept künftig als Entscheidungsgrundlage für die Investitions- und Haushaltsplanung dienen. Darüber hinaus liegt mit dem Konzept eine Grundvoraussetzung für zahlreiche aktuelle Förderoptionen vor (z.B. „Ab aufs Rad“; „Stadt und Land“, Kommunalrichtlinie). Letztlich soll durch das Radverkehrskonzept den Kreis- und Kommunalprojekten eine Förderung aus Landes-, Bundes- und EU- Förderprogrammen ermöglicht werden.

Zur Erstellung des Radverkehrskonzeptes wurde ein externes Fachbüro, PGV Alrutz aus Hannover, beauftragt. Die Erarbeitung erfolgte im Dialog mit den Ämtern, Städten, Gemeinden und weiteren regionalen Akteuren. Eine Regionalkonferenz fand im April 2025 statt.

Der Kreistag hat das Radverkehrskonzept für den Kreis Steinburg am 19.03.2026 in der vorliegenden Form beschlossen. Es dient als fachliche Grundlage für die Weiterentwicklung der Radwegeinfrastruktur im Kreis.

Der Bericht zum Radverkehrskonzept und die Kartenanlagen stehen hier zum Download bereit:

In der folgenden digitalen Karte ist das kreisweite Radverkehrsnetz in Gelb dargestellt. Zu jedem Streckenabschnitt gibt es ein Maßnahmenblatt mit allgemeinen Informationen. Für Streckenabschnitte, die im Rahmen der Bestandsaufnahme befahren wurden (vor allem Radwege an Hauptverkehrsstraßen), enthält das Maßnahmenblatt zusätzliche Bestandsinformationen und ggf. Planungshinweise. Nach Auswahl eines Streckenabschnittes auf der digitalen Karte, kann man das entsprechende Maßnahmenblatt öffnen (importieren).

Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Radkoordinierung.

IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zur Mobilität:

„Die Möglichkeit, schnell mit dem Auto von einem Ort zum anderen zu kommen, erleichtert nicht nur den Alltag, sondern lässt uns auch gleichzeitig an noch mehr Aktivitäten teilnehmen. Außer Acht fällt hier das Erlebnis, einen Weg zu gehen: Kinder nehmen Wege, die sie selbst aktiv zurücklegen, intensiver wahr. Der Weg bietet ihnen Zeit und Raum für persönliche Erlebnisse. Die regelmäßige Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor und macht im wahrsten Sinne des Wortes „frisch und munter“. Im Klassenzimmer können sich die Kinder durch die vorherige Bewegung an der frischen Luft besser konzentrieren und sind ruhiger. Ebenso wird die Entwicklung der Motorik gefördert.


Kinder, die die Möglichkeit bekommen, Wege zunehmend selbst zu bewältigen, bewegen sich früher sicher im Straßenverkehr und gewinnen mehr Selbstvertrauen. Beschreiten Kinder gemeinsam ihren Schulweg, so können sie soziale Kontakte knüpfen und pflegen.
Der morgendliche Autokorso vor der Schule, geprägt von Zeitdruck und Hektik, stellt für die Kinder ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Immer wieder sind es Eltern, die mit ihrem Auto die Kinder vor der Schule in Gefahrensituationen bringen.“

Mit dem Rad sicher unterwegs

Fahren Sie bei Dunkelheit nur mit funktionierender Beleuchtung: Einem Frontscheinwerfer und einem Rücklicht. Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören außerdem Reflektoren vorne und hinten, in Speichen oder Reifen und an den Pedalen.

Helle Kleidung mit Reflektoren hilft zusätzlich und ist vor allem bei Regen zu empfehlen.

Am Straßenrand sind Sie für Autofahrende schlecht zu sehen vor einem unruhigen Hintergrund aus parkenden Autos, Straßenbäumen etc. Der Fahrbahnrand ist häufig uneben durch Schlaglöcher oder Kanaldeckel und eher schmutzig, nass und rutschig. Halten Sie deswegen ausreichend Abstand vom rechten Fahrbahnrand. Orientieren Sie sich an der rechten Spur von Pkws. Geben Sie nachfolgenden Kraftfahrzeugführer:innen nie das Gefühl, dass sie trotz Gegenverkehrs ungebremst auf der gleichen Spur überholen können. Kraftfahrzeuge müssen von Radfahrenden mindestens 1,5 m Abstand halten.

Von parkenden Fahrzeugen müssen Sie selbst mindestens 1 m Abstand halten. Geringere Abstände sind nur mit niedriger Geschwindigkeit und sehr großer Vorsicht möglich.

Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie besonders auf Fußgänger:innen. Nehmen Sie Blickkontakt mit anderen auf, um sicher zu gehen.

Auf Gehwegen dürfen Sie nur fahren, wenn Sie jünger als 10 Jahre sind oder es ausdrücklich durch ein Zusatzschild (Rad frei) in Ihrer Fahrtrichtung erlaubt ist. Dann müssen Sie trotzdem auf Fußgänger:innen Rücksicht nehmen und langsam fahren.

Beschilderte Radwege müssen laut Straßenverkehrsordnung von Radfahrenden benutzt werden. Fahren Sie auf separaten Radwegen besonders aufmerksam an Einmündungen. Sie bewegen sich außerhalb des unmittelbaren Sichtfelds von Autofahrenden und oft im toten Winkel von Lkws und Transportern. Innerorts sind Radfahrende auf der Fahrbahn oder Radfahrstreifen sicherer als sie sich fühlen, auf separaten Radwegen ist es umgekehrt.

Radwege dürfen nur in der beschilderten Fahrtrichtung – im Regelfall rechtsseitig – befahren werden. Als Geisterfahrer:in gefährden Sie sich und andere.

Rechnen Sie auf Radwegen mit allen unmöglichen Hindernissen: Parkende Autos, Poller, Drängelgitter, Bauzäune, Mülltonnen, Masten, Bordsteine, Schlaglöcher, Wildwuchs, Schnee und Eis. Helfen Sie bei der Beseitigung und melden Sie die Hindernisse den zuständigen Stellen.

Melden Sie einen Fahrradunfall der Polizei, auch nachträglich oder wenn es keine weiteren Beteiligten oder Zeugen gab. Nur so können Gefahrenstellen erkannt und beseitigt werden.

Keine Angst beim Radfahren! Halten Sie sich an die Regeln und Sie werden noch mehr Spaß beim Radfahren haben.

Melden Sie Mängel an Radverkehrsanlagen am besten schriftlich der Radkoordinierung für den Kreis.

Eine Broschüre des IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zur Mobilität beschreibt es sehr gut:

„Die Möglichkeit, schnell mit dem Auto von einem Ort zum anderen zu kommen, erleichtert nicht nur den Alltag, sondern lässt uns auch gleichzeitig an noch mehr Aktivitäten teilnehmen. Außer Acht fällt hier das Erlebnis, einen Weg zu gehen: Kinder nehmen Wege, die sie selbst aktiv zu-rücklegen, intensiver wahr. Der Weg bietet ihnen Zeit und Raum für persönliche Erlebnisse.

Die regelmäßige Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Über-gewicht vor und macht im wahrsten Sinne des Wortes „frisch und munter“. Im Klassenzimmer können sich die Kinder durch die vorherige Bewegung an der frischen Luft besser konzentrieren und sind ruhiger.

Ebenso wird die Entwicklung der Motorik gefördert.
Kinder, die die Möglichkeit bekommen, Wege zunehmend selbst zu bewältigen, bewegen sich früher sicher im Straßenverkehr und gewinnen mehr Selbstvertrauen. Beschreiten Kinder ge-meinsam ihren Schulweg, so können sie soziale Kontakte knüpfen und pflegen.
Der morgendliche Autokorso vor der Schule, geprägt von Zeitdruck und Hektik, stellt für die Kinder ein hohes Gefahrenpotenzial dar.

Immer wieder sind es Eltern, die mit ihrem Auto die Kinder vor der Schule in Gefahrensituationen bringen.“